Zeichnungen aus naturwissenschaftlichen Studien
„Sehr geehrter Herr Weber,
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat mich gebeten, Ihnen für Ihr freundliches Schreiben vom 17. Februar 2012 zu danken. Zu Ihrer Bitte darf ich Sie wissen lassen, dass sich das Bundeskanzleramt als Oberste Behörde weder mit dem Erwerb von Schutzrechten an einzelnen Erfindungen noch mit der Beurteilung von Verwertungen von Erfindungen befasst. In erster Linie ist es Sache des Erfinders, sich selbst um die Entwicklung und wirtschaftliche Auswertung seiner Erfindung zu bemühen und sich beispielsweise mit den einschlägigen Unternehmen der Wirtschaft in Verbindung zu setzen. Das Bundeskanzleramt kann den Erfinder hierbei nicht unterstützen, da sich die Firmen nach eigenem Ermessen entscheiden, ob sie eine Erfindung wirtschaftlich zu verwerten wünschen …“
Viele Institutionen hat Klaus Ludwig Weber angeschrieben. Nicht immer hat er, wie aus dem Bundeskanzleramt, eine Antwort erhalten. Seine „Zeichnungen aus naturwissenschaftlichen Studien“ sind primär nicht als ästhetische Gebilde zu verstehen, sie dienen vielmehr der Visualisierung, der Klärung und dem Transport seiner Ideen und Entwicklungen. Auf ihnen befinden sich Notizen, Erläuterungen und Berechnungen zu zukunftsträchtigen Erfindungen.
Gleichwohl zeigen die Ausschmückungen und farbigen Fassungen auch eine Lust am Gestalten. „Alles begann mit dem Rotorflyer, darauf folgte das Rotordronenelektrizitätswerk.“ Bei ihm sind mehrere Windräder in einem Windkanal mit Sogwirkung verlustfrei hintereinander gestaffelt. Eine Alternative zur überirdischen Aufstellung von Windrädern.
Klaus Ludwig Weber befindet sich in einer Tradition naturwissenschaftlicher Studien, als Künste und Wissenschaften noch keine eindeutige Trennung erfahren hatten. Viele seiner Zeichnungen sind in kleinen Büchern während seiner Aufenthalte bei Vitos Rheingau auf dem Eichberg entstanden.
© Vitos Rheingau Atelier + Helmut Mair